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Die Bürgerinitiative trifft sich montags, 19:00 Uhr im Hotel Theophano.
Interessenten sind herzlich eingeladen!
Termin und Ort werden noch bekannt gegeben.
Bürgerkraftwerk: Energie von Bürgern für Bürger
Bürgerkraftwerke sind von Privatpersonen gemeinschaftlich betriebene Anlagen zur Energieerzeugung. So gründeten im Jahr 1994 650 Bürger eines Schwarzwaldstädtchens das Elektrizitätswerk Schönau. Heute tritt es bundesweit erfolgreich als Anbieter von Ökostrom auf.
Die Nutzung regenerativer Energien, insbesondere der Photovoltaik, steht in der Regel im Fokus der Gründung von Bürgerkraftwerken, da sie sich besonders für die gemeinwirtschaftliche Nutzung durch Kleinanleger eignen.
Bürgerkraftwerke werden typischerweise in den Rechtsformen KG, Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder Genossenschaft betrieben. Die Gesellschafter leisten einen festen Beitrag zum Bau der Bürgersolaranlage. Die Rückzahlung des Beitrags sowie einer Verzinsung erfolgt aufgrund der durch das EEG garantierten Einspeisevergütung. Da Bürgersolaranlagen aufgrund der Subventionierung durch das EEG (ErneuerbareEnergieGesetz) attraktive Renditen abwerfen können, steht der finanzielle Erfolg immer mehr im Vordergrund. Die Dachflächen, die durch die Bürgersolaranlagen genutzt werden, stehen oft im Besitz kommunaler Gesellschaften oder von Industrien, die durch die Bereitstellung entsprechender Flächen an der Energiewende mitwirken wollen. Bürgerkraftwerke sorgen für eine Wertschöpfung vor Ort, vermindern den Abfluss von Geld aus der Region für den Import von Energie und schaffen Arbeit für das lokale Handwerk und Dienstleistungsgewerbe.
Am 12.5 2009 um 19:00 Uhr werden im Palais Salfeld auf Einladung von Bündnis90/DIE GRÜNEN Initiatoren von Bürgerkraftwerken über die Errichtung solcher gemeinschaftlichen Unternehmen berichten: - Silke Timm, Geschäftsführerin Lokale Agenda 21 für Dresden e. V., der als Bürgerverein federführend bei der Einrichtung des Dresdner Bürgerkraftwerks war
- Burkhard Petersen, Mitbegründer des ersten solaren Bürgerkraftwerks in Sachsen-Anhalt, welches 2004 in Dessau in Betrieb ging
- Jörg Dahlke, Mit-Initiator des Bürgerkraftwerks Magdeburg und Teilhaber eines Energie-Consulting Unternehmens.
In einer Reihe von Veranstaltungen haben wir den Quedlinburgerinnen und Quedlinburgern die Möglichkeit gegeben, inspiriert durch interessante Fachvorträge mit den Vortragenden, Mitgliedern der Bürgerinitiative und auch miteinander die sie bewegenden Fragen zu diskutieren.
Wir haben durch diese Veranstaltungen versucht zu vermitteln, dass es keineswegs nur eine Idee "einiger Quedlinburger, die in verantwortungsloser Weise den Quedlinburger Haushalt gefährden" ist, für den Erhalt der Stadtwerke in kommunalem Eigentum zu kämpfen, sondern dass wir einem bundesweiten Trend folgen - dem Trend derer, die schon längst das Potenzial kommunaler Versorgungsbetriebe für das Wohl der Bürger und die Untauglichkeit von deren Verkauf zur Entschuldung kommunaler Haushalte erkannt haben.
Ort: Palais Salfeldt, Kornmarkt 5 Zeit: 19:00 Uhr
Gast: Bernhard Krabiell, Bürgerinitiative Leipzig
Thema: Leipziger Bürgerentscheid gegen den Stadtwerkeverkauf - eine Erfolgsstory
Ort: Palais Salfeldt, Kornmarkt 5 Zeit: 19:00 Uhr
Gast: Heinrich Bartelt, Geschäftsführer der Windpark Druiberg GmbH & Co. KG
Thema: Regionale Energieversorgung sichert Zukunftsinteressen - Am Beispielfall "Regenerative Modellregion Harz"
Ort: Palais Salfeldt, Kornmarkt 5 Zeit: 19:00 Uhr
Gast: Martin Rühl, Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen
Thema: Warum kommunale (Energie-)Versorgung unverzichtbar ist.
Ort: Palais Salfeldt, Kornmarkt 5 Zeit: 19:00 Uhr (voraussichtlich)
Gast: Dr. Dr. Hermann Scheer, Mitglied des Bundestages (SPD) Präsident der europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energie EUROSOLAR (ehrenamtlich) und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energie (ehrenamtlich). 1998 Weltsolarpreis, 1999 Alternativer Nobelpreis, 2000 Weltpreis für BioEnergie, 2004 Weltpreis für Windenergie, 2005 Solar World Einstein Preis. "Hero for the Green Century" des TIME Magazine.
Thema: Kommunale Stadtwerke als wichtige Voraussetzung für erfolgreiche regionale Wirtschaft
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