Mit der Kraft der Bürger und dem Schwung des Stadtwerke-Bürgerentscheids in die neue Legislaturperiode

Das Bürgerforum ist mit 4 Abgeordneten im neuen Quedlinburger Stadtrat vertreten!

Bürgerforum Quedlinburg e.V.

Aktuelles:

08.07.10 10:03

Inbetriebnahme der ersten Anlage des künftigen Bürgerkraftwerkes Quedlinburg

Am 8. Juli 2010 wird die erste Fotovoltaikanlage der Initiative Bürgerkraftwerk Quedlinburg und der...


Kat: Quedlinburger Stadtwerke, regenerative Energie
28.04.10 16:31

Bürgerkraftwerk in den Startlöchern

Das gemeinsam mit den Grünen in Quedlinburg geplante Bürgerkraftwerk (siehe auch...


Kat: allgemein, Quedlinburger Stadtwerke, regenerative Energie
16.01.10 19:49

Ehrgeiziges neues Klimaschutzprogramm für Sachsen-Anhalt

Ist das nicht ein Auftrag auch für Quedlinburg und seine Stadtwerke?


Kat: Quedlinburger Stadtwerke, regenerative Energie
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08/07 2010

Das Bürgerforum zur Inbetriebnahme der Bürgerkraftwerk-Solaranlage auf dem Acron-Hotel

Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken, die zum Gelingen dieses ersten Schrittes eines Quedlinburger Bürgerkraftwerkes beigetragen haben.

Wir haben es hier in beeindruckender Art und Weise mit einem Beispiel erfolgreicher Zusammenarbeit von engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Quedlinburg, dem kommunalen Unternehmen "Stadtwerke Quedlinburg GmbH" sowie weiterer Quedlinburger Unternehmen zu tun.
Sie alle haben einen Bezug zu ihrer Heimatregion und sind gewillt und in der Lage, auch Quedlinburg aktiv am unaufhaltsamen Umbau der Energiewirtschaft teilhaben zu lassen.

Es gibt sie leider immer noch – die Skeptiker, die meinen, erneuerbare Energien wären nur ein vorübergehender Hype einiger grüner Spinner. Lassen wir uns von ihnen nicht aufhalten und gestalten diese Entwicklung auch in Quedlinburg aktiv mit.

In einer am 7.7.2010 vom Umweltbundesamt veröffentlichten Studie wird festgestellt, dass sich Deutschland selbst nach einer sehr konservativen Modellrechnung bis 2050 komplett mit Ökostrom versorgen kann. Und das ausschließlich auf der Basis der bereits heute verfügbaren Technik.
Bislang ist die Stromerzeugung in Deutschland für mehr als 40 % des CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Sachsen-Anhalt ist mit den vielen unübersehbaren Windenergieanlagen Vorreiter in Deutschland. Rund um Quedlinburg schießen Windräder und Solaranlagen wie Pilze aus dem Boden.
Erst gestern berichtete das MDR-Fernsehen in der Sendung „Sachsen-Anhalt heute“ über 2 von der Wohnungsgenossenschaft Halberstadt umgebaute Plattenbauten, die sich mittels Solarthermie und Fotovoltaik-Anlagen zu 100% selbst mit Wärme versorgen. Das sollte eine Aufforderung an die Quedlinburger Wohnungsunternehmen sein, die bisher eher noch zögerlich sind.

Angesichts dieser Tatsachen und wissenschaftlich untermauerten Prognosen lassen sich die Argumente der Skeptiker nicht mehr halten.
Bei einem der vielen Treffen der Bürgerinitiative „Quedlinburger Energieforum“ sagte jemand, man müsse ja nicht auf jeden Zug aufspringen, der vorbeifährt. Wir haben dagegen gehalten, das man aber bei aller angebrachten Vorsicht sehr schnell Gefahr läuft, den letzten Zug zu verpassen und im Regen stehen zu bleiben.

Deshalb lassen Sie uns etwas mit Quedlinburger Bürgern für Quedlinburger Bürger tun und damit gleichzeitig einen positiven Beitrag für das Image der Stadt leisten, das leider bisher in Bezug auf Innovationsfähigkeit eher zu wünschen übrig lässt.
Wir haben die bisher seltene Situation, dass Bürgerinnen und Bürger der Stadt bereit sind, ihr Geld und ihre Freizeit in ein Projekt zu investieren, welches allen ein gutes Gefühl und am Ende auch noch einen Gewinn einbringen wird, der hier bleibt und nicht wie so oft an externe Großunternehmen abfließt.
Wir haben zum Glück und durch unser eigenes Engagement nach wie vor kommunale Stadtwerke, die offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt haben und das Projekt aktiv unterstützen und damit ihre Verbundenheit mit der Stadt und der Region eindrucksvoll dokumentieren.

Lassen Sie dieses Projekt wachsen und zu einem Erfolgsmodell werden. Lassen Sie das gemeinsame mutige Handeln von Bürgerschaft, regionalen Unternehmen, Stadtrat und Stadtverwaltung zur Normalität werden. Am Ende werden wir alle davon profitieren, denn angesichts der immer schlechter werdenden politischen Rahmenbedingungen können wir unsere Region nur durch eigenes Handeln lebenswert erhalten.

Steffen Kecke